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CTF Bad Bergzabern 2009

Strecke: 5 Sterne mit Extrabonus

Kurzes Fotoshooting und gleich granatenmäßig runter zur ersten Verpflegungsstelle, die genau richtig zum ersten Verschnaufen einlädt. Schnell werden ein paar Riegel und leckere Kuchen eingesaugt, um für die kommenden Anstiege gerüstet zu sein.

Der Einladung von Optimizer folgend, starten Greta, Theo, Dämon und ich dieses Jahr in Bad Bergzabern. Die morgendliche Anfahrt für Christian und mich geht zügig. So früh am Morgen sind kaum Autos auf den schmalen Pfälzer Straßen. Greta und Theo haben es da besser, schon am Vortag angereist, konnten Sie den Vorabend herrlich in der Therme entspannen und anschließend in Ihrem geliebten Mega-Mobil übernachten.

Kurz vor neun Uhr treffen wir am Start ein, schnell Anmeldung und ab geht's auf die Strecke.

Zuerst durchfahren wird den Ort und erobern den ersten kleinen Weinberg um anschließend in den geliebten Pfälzer Wald einzutauchen. Die ersten Höhenmeter sind gesammelt und schwupps sind wir auf den ersten Trails. Noch geht es gemütlich bergauf und dann folgt die erste geile Abfahrt. Über einen schmalen Wanderweg surfen wir mit so viel Flow ins Tal, dass das erste Grinsen in unseren Gesichtern erscheint.

Wie von Optimizer angekündigt, befinden wir uns im Biker-Paradies Pfälzer Wald. Flowige und verblockte Abfahrten werden gefolgt von langen, schmalen Anstiegen und das in schön gleichmäßigem Rhythmus.

Doch der Reihe nach:

nach dem 2. Anstieg werden wir von einer Fraktion Downhiller überholt, die in vollem Kampfanzug über die Strecke rocken. Bei vielen Abfahrten hätte ich gerne mal mein Starrbike gegen eines der Abfahrtsbomber getauscht. Kurzes Fotoshooting und gleich granatenmäßig runter zur ersten Verpflegungsstelle, die genau richtig zum ersten Verschnaufen einlädt. Schnell werden ein paar Riegel und leckere Kuchen eingesaugt, um für die kommenden Anstiege gerüstet zu sein.

Erster Zwischenstand nach ca. 12 km: schon 500 hm vernichtet!

Kopf und Planlos stürzen wir uns nach der Verpflegungspause in die nächsten Trails, immer talwärts. Christian, Theo und ich hecheln blind hinter den Monsterfullys her in eine Abfahrt, die nicht zu enden scheint. Übersehen natürlich alle Pfeile und Schilder, schließlich schießen wir aus dem Wald über eine Weise, an deren Ende schon die "Ninja Turtels" mit fragenden Blicken warten. Verdammt, keine Pfeile mehr! Verfahren, oder besser gesagt, im Trailvollrausch einfach am wirklich bestens ausgeschilderten Abzweig vorbei gesemmelt. Beim Zurückkurben sehen wir die riesige Markierung, wie kann man das nur übersehen?

Greta ist schon mal mit gedrosseltem Tempo vorgefahren, damit wir nach einer kurzen schmalen Flachpassage langsam aufschließen können. 

Bei Kilometer siebzehn erreichen wie die Streckenteilung und hier scheiden sich die Genießer von den Wahnsinnigen.

Noch ein Blick auf den Tacho: 17 Kilometer und sagenhafte 800 Höhenmeter. Respekt! Mit einem 18-Kilo-Bike hätte mir die Weiterfahrt geschenkt und wäre direkt in Ziel gerollt.

Einige Monsterbiker biegen mit ihren 17-Kilo-Römern auf die Kurzstrecke ab, der Rest (mit den Beinen aus Stahl) wirft sich mit uns dem Steilhang entgegen, der nicht nur den Leichtradfahrern alles ab verlangt, sondern auch der Fully-Fraktion richtig schwer fällt. Hier heißt es: Kurbeln ohne Ende und irgendwie sehen, dass man diese verdammte steile Wiese hoch kommen! 

Neuer Zwischenstand: Kilometer 25 und 1000 Höhenmeter. Ab jetzt wird die Strecke dankenswerterweise etwas entspannter und das finde nicht nur ich gut. Auf flowigen Trails geht es weiter, als wenn es hier ein Trailflatrate gibt. 

Wir kommen an die 2. Verpflegung, hier treffen wir eine kleine Gruppe Biker aus Frankreich, die trotz vier Defekten auf 25 Kilometer noch ganz gut im Rennen liegt. Leute, was liebe ich mein UST-System mit einer ordentlich Füllung Stans !

Nach der Verpflegung fühlen wir uns stark genug den letzten Teil der Strecke zu bezwingen. Ein Stück den Berg hinauf über den ersten Teerweg für heute. Dann locker ein paar Meter kurbeln zum entspanne. Doch wären wir nicht in der Pfalz, wenn nicht gleich wieder über schmale Querwege die vernichtete Höhe zurück erobert würde. Bergauf-Trails vom feinsten, mit technisch anspruchsvollen Passagen, erreichen wir den geografisch höchsten Punkt dieser CTF, bei über 560 Metern Höhe über dem Meer.

In einer langen Schleife umkreisen wir auf Höhenlinien die Berge und rauschen dann endlose Trails runter, die uns nochmals alles an Konzentration und Technik abverlangen. Im oberen Teil, einer Wurzelpassage, gibt es eine unfreiwillige Bodenprobe, doch nicht weiter schlimm, das Bike hat nix abbekommen und es kann weiter gehen.

Die letzten Meter in Richtung Ziel rollen wir wieder durch die Weinberge. Im Ziel angekommen stehen alle mit breit grinsenden Gesichter und könne gar nicht glauben was das heute für eine super Strecke war.

Schlappe 55 Kilometer mit 1560 Höhenmetern und gefühlt "nur" schmale Wege.

Zum Abschluss noch eine heiße Dusche und eine große Portion Spagetti mit reichlich Beilage, was für eine super Veranstaltung!

Die Highlights und Daten in Kürze:

- Länge: 55 Kilometer
- Aufstieg gesamt: 1560 Höhenmeter
- Trailanteil: gefühlt über 90%
- Technik: 4 Sterne
- Spaßfaktor: 5 Sterne
- Strecke: 5 Sterne mit Extrabonus
- Ausschilderung: TOP
- Startgeld: sehr günstige 5,- Eur (inklusive Gutschein für einen Besuch der örtlichen Therme)
- Streckenverpflegung: Absolut ausreichend
- Essen danach: Spagetti mit Beilage nur 4,00 Euro / Große Auswahl an Kuchen

Fazit:

Mit Abstand die beste Veranstaltung seit Jahren! Einfach unglaublich was da an Trails mit drin war. Die Macher haben hier die Perfekte Strecke in die Pfalz geschnitzt. Diese Tour werden wir nächstes Jahr sicher nicht verpassen, egal wie weit die Anreise auch ist.

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